Schlammschlacht über den Harz

Herrlich, dieses schöne Frühlingswetter, die Sonne, eigentlich ist es so schon richtig sommerlich, oder?

Leider nicht am vergangenen Samstag, den 27. April, als für über 800 Läufer und Wanderer aus der ganzen Bundesrepublik der vielleicht schönste Landschaftslauf des Jahres stattfand – die Harzquerung, ein Lauf auf Wanderwegen quer durch den Harz. Dabei kann gewählt werden zwischen dem Hauptlauf von Wernigerode nach Nordhausen über  51 Kilometer, dem 25 Kilometer langen Lauf von Wernigerode nach Beneckenstein, oder dem 28 Kilometer langen Lauf über den 600m hohen Poppenberg von Beneckenstein nach Nordhausen.

Während am Vortag noch das T-Shirt getragen werden konnte, froren die Läufer beim Start um 08:30 in Wernigerode bei Nieselregen und 4 Grad Celsius. Aber die Vorfreude auf einen von Peter Unverzagt vom Skiklub Wernigerode wie immer grandios organisierten Wettkampf hielt alle Teilnehmer warm. Es gibt wohl keinen Organisator, der von 5:30 Uhr bis 18 Uhr überall (!) auf der Strecke anzufinden ist. Ein Organisator, der Startnummern austeilt, den Startschuss gibt, auf der Strecke die Läufer motiviert und fotografiert, im Ziel jeden Läufer begrüßt und so viele wie möglich persönlich ansagt – bitte mehr davon!

Auf einer völlig aufgeweichten Strecke mit regelrechten Schlammlachen bewiesen die Sportler ihr außergewöhnliches Durchhaltevermögen. Bestzeiten waren zwar unter den gegebenen Voraussetzungen unmöglich, jedoch waren die Siegerzeiten mehr als respektabel.

Von unserer Laufgruppe sind vor allem Sebastian Kurch (2. M30 in 4:26:18), Thomas Wiemann (7. MHK in 4:47:48), Mario Pelzel (21. M45 in 5:03:46 ) hervorzuheben.

Die familiäre Atmosphäre unter Extremsportlern, die liebevolle Organisation, die 5-Sterne-Verpflegungsstationen und die traumhafte Landschaft zeichnen diesen Lauf besonders aus und bringen ihn Jahr für Jahr immer höher in der Beliebtheitsskala. Sicherlich werden im nächsten Jahr schon über 1.000 Teilnehmer starten. Wir freuen uns schon darauf – dann aber bei Sonnenschein!

 

Sebastian Kurch

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